Thai-Chi mit Skeleton-Weltmeisterin Marion Thees

Sie gehört zu den stillen Sportlern, die Top-Leistungen an der Weltspitze erzielt haben. Marion Thees ist Skeleton-Weltmeisterin, Olympiateilnehmerin… und vor allem eines: bescheiden und freundlich geblieben.

Und weil unser kleines Team das so super findet, haben wir uns Marion Thees bereits zum dritten Mal als Laufpatin „gegönnt“. Da wir selbst am Lauftag alle Hände voll zu tun haben, vertritt uns Marion quasi und läuft die fünf Kilometer ohne uns – oder für uns – ganz wie man will. Klasse, wie wir finden. Auf der Bühne ist sie mit allen anderen Thüringer Spitzensportlern für die Erwärmung zuständig.

Und wir bekommen Jahr für Jahr neben anregenden Gesprächen ein ausgesprochen entspannendes Thai-Chi-Training. Immer wenige Wochen vor dem Lauf – dann, wenn Stress und Hektik am größten sind. So auch in diesem Jahr.

Und wir dürfen Marion Thees alles fragen, was mit Leistungssport im Allgemeinen und mit Skeleton im Besonderen zu tun hat. Wir haben gelernt – beim Skeleton liegt man nicht mit dem Rücken auf dem Rennschlitten, sondern mit dem Bauch, Kopf nach vorn bei bis zu 144 Kilometern pro Stunde auf der Eisbahn. Das war die höchste Geschwindigkeit, die Marion Thees zu den Olympischen Spielen in Vancouver gefahren ist.

„Bei Olympia dabei zu sein, das ist das Größte!“, schwärmt die Olympia-Teilnehmerin, die in der vierten Klasse aus Sympathie zu ihrem Sportlehrer zunächst mit dem Rennrodeln ihre Sportkarriere begann.

Vor einem Jahr hat sie ihre aktive Laufbahn aufgegeben, jetzt arbeitet die Diplomsportlehrerin – angestellt bei der Bundeswehr – als Nachwuchstrainerin für die 13- und 14-Jährigen am Sportgymnasium in Oberhof.

Was haben die langsamen Thai-Chi-Bewegungen mit dem Hochgeschwindigkeitssport Skeleton zu tun?, wollen wir wissen. „Beim Skeleton muss man am Start “explodieren“, dann aber den Schlitten laufen lassen, denn je mehr man lenkt, um so mehr bremst man.“ , erfahren wir. „Und zum Laufenlassen braucht man mentale Stärke, die wiederum fördert Thai-Chi – eine Harmonisierung der Bewegung, gekoppelt mit der Atmung.“

Danke, Marion Thees, für einen tollen Vormittag. Wir haben viel gelernt und uns entspannt und wollen auch 2017 Marion Thees als Laufpatin buchen. Vielleicht schaffen wir sogar ein paar mehr Thai-Chi-Einheiten, den Vorsatz zumindest haben wir gefasst.

Autor. B. Köhler  Fotos: S. Forberg

von links: Nadja Busse, Marion Thees, Beate Köhler, Sandra Forberg

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