Wechselbad der Gefühle in Rio
Wir treffen unsere Laufpatin nach ihrer Rückkehr aus Rio

Wir treffen Kristina Vogel kurz nach ihrer Rückkehr aus Rio auf der Radrennbahn im Andreasried – ihrer sportlichen Heimat – anlässlich des 50. Steherrennens “Goldenes Rad – Großer Preis der WBG Zukunft“.

An diesem Tag empfangen sie die Erfurter Radsportfans. Eine goldene und eine Bronzemedaille hat sie von den Olympischen Spielen mit nach Hause gebracht und die hat sie auch an diesem heißen Spätsommerabend dabei. Stolz sieht sie aus und glücklich. Sie sei jetzt im Marathon-Modus von Pressetermin zu Pressetermin, danach habe sie Urlaub. Familienzeit. Handy aus. Als wir mit ihr sprechen, wissen wir noch nicht, dass sie wenige Tage später in Cottbus Deutsche Meisterin wird. Goldmädchen.

Zurück zu Olympia. Das war ein Wechselbad der Gefühle. Die Bronzemedaille im Teamsprint eine super Leistung. „Hier haben sich die Chinesinnen und die Russinnen in den letzten Jahren zu einer Weltmacht entwickelt, derzeit nicht zu schlagen. Deshalb ist Bronze absolut super.“, erklärt uns Kristina. Der 6. Platz Abschneiden im Keirin, wo sie als Favoritin gehandelt wurde, hat ihr sehr weh getan. „Aber ich konnte es abschütteln.“

Ihren Triumph im Sprint kommentiert Kristina so: „Wenn man sich bei Olympia überhaupt etwas wünschen kann, dann war für mich der größte Wunsch, im Sprint zu gewinnen.“ Und spannender konnte ein Wettkampf wohl kaum sein – nicht zuletzt deshalb, weil der dritte Lauf um die Medaille in einem Fotofinish endete und Kristina ohne Sattel die Ziellinie überquerte. Sie sei erstaunt gewesen, dass sie deswegen nicht gestürzt ist bei rund 60 km/h und den Kräften, die dabei wirken.

Höhen und Tiefen habe sie während der Zeit in Rio erlebt, gelacht und geweint vor Freude und aus Enttäuschung. Vor uns steht eine strahlende Kristina mit zwei Medaillen, die auch wir in die Hand nehmen dürfen und feststellen, dass sie ein ordentliches Gewicht haben.

Auf der Radrennbahn wird sie an diesem Tag geehrt von Trainern, Fans und Weggefährten. Dieses Mal wird sie im Velotaxi für eine Ehrenrunde durch das Oval gefahren und die Fans spenden frenetischen Beifall.

Ihre Zukunftspläne wollten wir wissen: Ein Haus will sie bauen und in vier Jahren noch einmal bei Olympia starten. Dazwischen viele sportliche Highlights. Wir gratulieren und wünschen Gesundheit, Erfolg und persönliches Glück!

Geduldig stand Kristina am Abend des 26. August für Fragen und Autogramme zur Verfügung.

Autor: B. Köhler  Foto: B. Köhler

Hier mit Silke Wuttke, Vorstand der WBG Zukunft, die das "Goldene Rad" seit vielen Jahren intensiv unterstützt.

Gruß an die Fans, die sie auf das Herzlichste feiern.

Ausnahmsweise lässt sie sich fahren auf der Ehrenrunde.

Kristina mit ihrem ehemaligen Trainer Jochen Wilhelm.

Kristina gab geduldig Autogramme, die Schlange der Interessenten war lang.

Anzeige

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.