Batzi trainiert für ein besseres Lebensgefühl

Es ist Freitag Nachmittag. Wir sind im Laufladen Erfurt verabredet mit einem enthusiastischen Läufer, der ein außergewöhnliches Anliegen hat – sich wieder richtig und gut bewegen zu können. Ein wichtiges Etappenziel dabei ist, die knapp fünf Kilometer des Unternehmenslaufes am 6. Juni ohne Unterbrechung durchlaufen zu können – ganz gleich in welcher Zeit.

Markus Graß, 38 Jahre alt, Spitzname Batzi, ist ein Schwergewicht. Der Appetit auf Fastfood und zu wenig Bewegung haben ihn dazu gemacht. Er beschloss, das zu ändern. Im Januar ist er das Projekt angegangen mit Freude und hoch motiviert. Er hat sich dazu Unterstützung geholt bei einer langjährigen guten Freundin und im Laufladen. Annemarie Müller, von Beruf Orthopädieschuhtechnikerin und in ihrer Freizeit Volleyballtrainerin, hat ihm ein Trainingsprogramm erstellt. Zuvor hat ihn Boris Lehmann im Laufladen – wenn man so will – dreidimensional vermessen, hat Körperfett, Blutdruck und Herzfrequenz erfasst und damit ein Grundschema seiner körperlichen Leistungsfähigkeit erstellt. Auf dieser Basis lässt sich das Training optimieren, erklärt der Sportwissenschaftler. Ebenso wurden seine Bewegungsabläufe auf dem Laufband analysiert. Das wiederum hilft, Fehlbelastungen und Überlastungen zu vermeiden. Wer sich unsicher oder nicht gesund ist, sollte sich zudem sportmedizinisch untersuchen lassen, bevor er in ein Trainingsprogramm einsteigt.

Phase 1: Gehen lernen, ausdauernd. Mit Ruhepausen. Gelenkschonende Bewegungen. Das Richtige essen. Phase 2: Ein abgestimmter Mix aus dreimal pro Woche laufen, zweimal schwimmen, einmal Krafttraining. Sechs Wochen bereits hält Batzi durch – besser gesagt, treibt er seine Trainerin an, weil er in den verordneten Ruhephasen nervös wird und nach seinem Dafürhalten Bewegung bräuchte. Doch Übertreibung bringt nicht nur nichts, sondern schadet. Und so werden ihm für diese Zeit Saunagänge, autogenes Training und progressive Muskelentspannung nach Jacobsen verordnet. Nach jeder Erholungsphase wird die Belastung in der nächsten Programmstufe gesteigert.

Was Batzi schon jetzt erreicht hat: 12 Kilo ist er los, sein Ziel: auf 120 Kilo das Gewicht reduzieren. Beweglicher sei er geworden und insgesamt habe er ein deutlich besseres Lebensgefühl. Das glaubt man ihm sofort – fröhlich geht er aufs Laufband. Das Feedback von seinen Kollegen und Freunden motiviere ihn zusätzlich, die freuen sich über seine sichtbaren Erfolge.

Im Arbeitsalltag fährt Batzi einen Transporter, schafft dennoch während der Arbeitszeit beachtliche rund 13.000 Schritte, u.a. indem er den Fahrstuhl meidet und Treppen steigt. Auf seinem Laufprogramm für diese Woche stehen 40 Minuten pro Einheit zügiges Gehen mit Gewichten. Mit Granulat gefüllte je 600 Gramm schwere Laufhanteln verlangen dem Körper mehr Kraft ab und verbessern die Bewegungskoordination.

Mehr Kraft, mehr Beweglichkeit und Ausdauer, um im Beruflichen wie im Privaten freier und unbeschwerter agieren zu können. Wir dürfen Batzi wieder besuchen und sind uns schon jetzt sicher: Beim RUN wird er durchhalten. Denn genau für Leute wie ihn ist der Unternehmenslauf gemacht. Kein Wettbewerb im klassischen Sinne, keine Rekordjagd, sondern Freude an der Bewegung und gemeinsam mit den Kollegen feiern. Wenn es gelingt, solche Impulse zu setzen, dann ist alles erreicht. Danke, Batzi, dass wir dabei sein dürfen!

Autor: B. Köhler  Fotos: S. Forberg

Analyse der Bewegungsabläufe auf dem Laufband

Batzi bei der Beratung im Laufladen Erfurt mit Annemarie Müller und Boris Lehmann

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